Die 6 besten Zutaten für einen gelungenen Textbeginn

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Das kennen sicherlich auch Sie: Man sitzt da, kreist immer wieder helikopterartig um das Textthema, doch ein fesselnder Textbeginn ist einfach nicht in Sicht.

Eins ist klar: Wird der Leser und Kunde nicht mit dem Texteinstieg gewonnen, dann ist er mit 99%iger Wahrscheinlichlichkeit für den Rest des Textes verloren. Das geht gerade bei Webtexten ruck-zuck! Entsprechend groß ist der Druck auf unser Schreiber-Hirn, wenn es um den Textbeginn geht. 

Doch bevor Sie unterzuckert, dehydriert und 10.000 Tastaturanschläge später immer noch nach dem packenden Textanfang suchen – hier sind sechs verblüffend einfache Zutaten, mit denen Sie Ihre Leser und Kunden garantiert zum Weiterlesen animieren.

1. Was wollen Sie mitteilen?

Das ist die wichtigste Frage, die Sie sich vor JEDEM Text stellen sollten, egal, ob es um eine E-Mail, einen Bericht oder einen Marketingtext geht. 

Machen Sie sich das Kernthema Ihres Textes in einem Satz klar, formulieren Sie es gegebenenfalls als Frage und beantworten Sie diese Frage schriftlich. So haben Sie außerdem eine gute Basis, um einen längeren Text zu strukturieren. Und der Textbeginn kann darauf aufbauen.

2. Beginnen Sie dann – mit dem letzten Satz!

Jetzt wissen Sie, was Ihre Kernbotschaft ist. Was schreiben Sie jetzt? Nein, nicht den ersten, sondern den letzten Satz! Getreu dem klugen Motto des Bestseller-Autors John Irving: „Ich fange nie an zu schreiben, bis ich den letzten Satz weiß.“ Machen Sie sich in jedem Fall Gedanken über das Fazit, also über das, was der Leser Ihres Business-Textes mitnehmen soll, bevor Sie mit dem Text beginnen. So fällt Ihnen der Textbeginn viel leichter, weil Sie nun genau wissen, wohin Ihr Text gehen soll. Dann klemmt plötzlich auch die Tastatur nicht mehr. 🙂

3. Die 6 goldenen Profi-Tricks für einen gelungenen Textbeginn

Nun gebe ich Ihnen noch ein paar schreibhandfeste Profi-Tricks aus dem Werkzeugkasten für großartige Texte.

1. Wie beginnen, leise oder laut? 

Die ersten zwei Sätze sollten den Leser packen, am besten so sehr, dass er sich am heißen Kaffee verschluckt. Ob Sie ihm etwas ins Ohr flüstern oder ihn lautstark provozieren, ist abhängig von der Zielgruppe und der Textgattung. Machen Sie sich diese zwei Aspekte bewusst, bevor Sie Ihren ersten Satz der Tastatur anvertrauen. Und einen ganz wichtigen schreibstilistischen Punkt sollten Sie unbedingt beachten, er folgt jetzt.

2. Kurze Sätze = den Leser freundlich empfangende Sätze

Achten Sie darauf, den Leser gerade zu Textbeginn nicht zu überfordern. Bauen Sie am Anfang mindestens zwei kurze Sätze. Fügen Sie keine Nebensätze in diese ersten Sätze ein. Bauen Sie mit einer neuen Information besser einen neuen Satz (mehr dazu hier). Denn: Die erste und wichtigste Information sollte für den Leser auf einen Blick erfassbar sein. Und das klappt nur mit einem kurzen, knackigen Satz. Wie genau das geht, zeige ich in anderen Beiträgen: Lieber zwei Sätze statt eines T-Rex-Satzes,   Kurz und knackig schreiben: Nur EINE wichtige Info pro Satz

3. Eine Frage stellen

Ganz wichtig: Der Leser muss sich direkt zu Beginn angesprochen fühlen. Das klappt am besten mit einer Frage, die Sie an ihn richten. So bringen Sie den Leser dazu, sich mit dem Thema zu identifizieren. Besonders Artikel, die einen Nutzen hervorheben, können so dem Leser sein Problem in Erinnerung rufen oder ihm seine Wünsche und Bedürfnisse klar machen.

4. Storytelling

Auch bei sachlichen Business-Texten kann die sog. Storytelling-Methode die Aufmerksamkeit des Lesers direkt zu Anfang  binden. Natürlich sollten Sie hier keine lange Geschichte erzählen. Es reicht oft ein kleiner szenischer Einstieg, der die Sinne des Lesers weckt, ihn also sehen, hören, riechen, schmecken lässt. Ein Beispiel für einen Bericht: „Kaffee und Kekse waren vom Feinsten und in den weißen Freischwingern ließ es sich angenehm entspannt sitzen. Auf der diesjährigen Konferenz zur ...“. Mehr Beispiele für einfaches (!) Storytelling finden Sie hier.

5. Mit einem Zitat beginnen

Das kann der O-Ton einer Person sein, um die es im weiteren Text geht, einer berühmten Person aus der heutigen Zeit oder auch einer historischen Persönlichkeit. Das Zitat sollte natürlich zum Thema Ihres Textes passen. Mit den heutigen Zitate-Datenbanken ist es recht leicht, im Netz auf die Suche nach einem entsprechenden Zitat zu gehen. Achtung, auch der Ton des Zitats, sei er humoristisch, satirisch, provozierend, sollte zum übrigen Ton Ihres Textes passen.

6. Ein Detail liefern

Mit einer kleinen, kuriosen Einzelheit den Text zu beginnen, kann dem Leser augenblicklich Appetit auf das große Ganze machen. Dieses Beispiel fand ich in der Zeitung: „Vergangenen Mittwoch erreichten 8000 langstielige Rosen die Diensträume von Nancy Pelosi in Washington. Pelosi war gerade erneut zur Vorsitzenden der Demokraten gewählt worden ...“
Es lohnt sich also, wenn Sie das Thema Ihres Textes genau untersuchen: Manchmal bieten kleine, anscheinend unbedeutende Nebenaspekte das Material für einen großartigen Aufhänger. Und der Leser ist gewonnen! 

Und nun viel Spaß, Flow und Erfolg beim Ausprobieren und Formulieren des Textbeginns!

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Über die Autorin Dr. Gabriele Frings

Als Schreibcoachin, Trainerin, Textberaterin, Dozentin helfe ich Ihnen, einen professionellen Schreibstil zu entwickeln und in Beruf und Business erfolgreich zu sein.

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