Video-Reihe: Wie baue ich verständliche Sätze? Teil 1: Weg mit dem Nominalstil!

nominalstil

Lesen Sie gerne Behördenbriefe? Nein? Dann sind Sie in bester Gesellschaft. „Solange keine Änderung in den für die Berechnung notwendigen Daten eintritt, erfolgt weiterhin die Auszahlung." Solch ein bürokratischer Schreibstil schreckt uns vom Lesen eher ab, als dass ​er dazu einlädt. Woran das liegt? Tja, am sogenannten Nominalstil (von Nomen = Hauptwort), an Formulierungen also, die vor allem aus Nomen bestehen. Solch ein Schreibstil wirkt ​unlebendig, umständlich, belehrend – kurz: abschreckend. 

Und trotzdem findet dieser Stil immer wieder seinen Schleichweg über die Tastatur in ​die ​Texte der meisten Schreiber. Was schade ist, denn damit verschenken ​sie die kostbare Möglichkeit, den Leser auch wirklich zu erreichen. 

​Sie ​wollen lieber ​Ihre ​Chance nutzen,​ mit Ihrem Text den Leser zu gewinnen und ihn ​zu überzeugen​? Dann achten Sie beim Schreiben darauf, ​​um Ihren Text eine Bannmeile von mindestens 100 km​ für den Nominalstil zu errichten! Machen Sie ​stattdessen das Text-​Tor ​weit auf für ​VERBEN! ​Denn die garantieren einen lebendigen Schreibstil. Wie genau das geht und worauf Sie vor allem beim Überarbeiten Ihres Textes achten ​müssen, das zeige ich Ihnen Schritt für Schritt in dieser 1. Folge „Weg mit dem Nominalstil!“ in meiner neuen Video-Reihe „Wie baue ich verständliche Sätze?​“

Jetzt haben Sie gesehen, wie Sie als Schreiber dem Nominalstil zu Leibe rücken und ihn aus Ihrem Text hinausschubsen können. Yeah!  🙂 Schreiben Sie mir gerne Ihre Fragen und Gedanken!

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Über den Autor Dr. Gabriele Frings

Als Schreibcoach, Dozentin und Autorin helfe ich Ihnen, einen professionellen Schreibstil zu entwickeln und so in Beruf und Business voranzukommen.

  • Thomas sagt:

    Zufällig habe ich Ihren Blog gefunden und bin begeistert! Danke auch für diesen Artikel und die wirklich nützliche Video-Anleitung! Hier bekommt man mal klipp und klar vorgeführt, wie man im Alltag ganz praktisch biem Schreiben vorgehen muss.

    • Dr. Gabriele Frings sagt:

      Vielen Dank! Ja, das war auch mein Anliegen: direkt in die Schreibpraxis zu gehen und aufzuzeigen, wie man einen Text beim Überarbeiten enorm verbessern und leserfreundlicher gestalten kann.
      Viele Grüße
      Dr. Gabriele Frings

  • Jörn sagt:

    Die Suche nach „Nutzung“ führt mich zu folgender Formulierung:

    „Bei Nutzung zur Erfassung muss Weiterverarbeitung geregelt werden.“

    ung-Quote bei 37,5%.

    • Dr. Gabriele Frings sagt:

      Hallo Herr Baier,
      oh ja, das ist ein wenig viel. In einer Überschrift dürfen selbststverständlich auch -ung-Nomen vorkommen, hier möchte man ja kurz und plakativ eine Information vermitteln. Aber im Fließtext sollte man tatsächlich jedes -ung-Nomen prüfen.
      Leider kenne ich den Kontext des Satzes nicht, schlage dennoch folgende Umformung vor: „Wenn man/wir/Sie xy nutzt/nutzen, um xy zu erfassen, muss die Weiterverarbeitung geregelt werden.“ 1 x -ung und 1 x Passiv ist zu verkraften. ? Sie merken es sicher: Hier springt dem Leser Handlung und Dynamik entgegen.
      Viele Grüße
      Dr. Gabriele Frings

  • Jörn sagt:

    Kurz vor Ende des Tages aus unserer Wissensdatenbank eine „Maßnahme“ und einen „Fokus“ entfernt :-).

  • Die Esel-Flüstererin sagt:

    Hallo Frau Dr. Frings, ich bin jedes Mal wieder aufs Neue begeistert von ihren Blog-Beiträgen. Vielen Dank dafür.
    Wahrscheinlich habe ich jetzt gerade mehr als einen „Fehler“ gemacht, aber was solls, deshalb lese ich ja Ihren Blog.
    Schöne Grüße aus dem tristen Kraichgau – Birgit Lomnitzer

    • Dr. Gabriele Frings sagt:

      Hallo Frau Lomnitzer,
      vielen Dank, das freut mich! Sie haben übrigens alles richtig gemacht. 🙂
      Viele Grüße
      Dr. Gabriele Frings

      • Vielen Dank für Ihre Rückmeldung – da hab`
        ich nochmal Glück gehabt 🙂
        Aktuell mache ich gerade meine ersten Schritte im Online-Marketing, genauer gesagt im Content Management. Das ist für mich eine ganz besondere Herausforderung, da ich immer der Meinung war nicht Schreiben zu können. Ihr Blog gefällt mir wirklich sehr gut und werde ganz sicher „weiterlesen“. ALLES GUTE.

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