4 ultimative Tipps, wie das Anforderungsprofil in Ihrer Stellenanzeige die richtigen Bewerber anspricht

Stellenanzeige

Stellenanzeigen und ihr Anforderungsprofil – auch so ein Tummelpatz für Rate-mal-was-gemeint-ist-Wörter. Dabei soll doch der Leser gerade hier 100%ig im Bilde sein! Nur dann kann er entscheiden, ob die Stelle etwas für ihn ist oder nicht.

Und das klappt am besten durch eine konkret und anschaulich getextete Anzeige! So bekommen Sie als Personaler eine gute, gefilterte Vorauswahl an Bewerbern. Und sparen sich viele überflüssige Gespräche – und unnütz verbrachte Zeit.

Wie das geht und worauf Sie beim Texten genau achten sollten? Hier die vier verblüffend einfachen Tricks dazu!

1. Ihre Stellenanzeige: Sparsam mit Floskel-Adjektiven umgehen!

Wir suchen eine verantwortungsbewusste und teamorientierte Persönlichkeit.

„teamorientiert“ – puuh, mehr heiße Luft geht nicht. Und „verantwortungsbewusst“? Eine Selbstverständlichkeit. Fragen Sie sich besser: Was für eine Situation habe ich vor Augen? Welche Eigenschaften der Mitarbeiter haben wir schon, welche fehlen? Gehen Sie in sich, werden Sie ganz konkret und anschaulich! Nur so kann der Bewerber sich ein Bild machen und sich gedanklich einordnen in Ihr Unternehmen. 

Sie fragen sich, wie Sie das anstellen, ohne in Roman-Dichte zu verfallen? Umschreiben Sie kurz die Eigenschaft, die Sie sich wünschen, statt ein einzelnes Adjektiv zu benutzen. Statt:

Wir suchen eine verantwortungsbewusste und teamorientierte Persönlichkeit.

Können Sie schreiben:

Wir suchen eine Persönlichkeit, die sich gerne im Team einbringt, die sich aber auch gerne einmal in eine ruhige Ecke zurückzieht, um eine knifflige Aufgabe zu lösen.

Noch ein Vorteil hier: Es werden automatisch auch die schlauen, aber eher leisen, zurückhaltenden Personen angesprochen. 

Wir suchen eine kreative Persönlichkeit für unseren Vertrieb.

kreativ“ – hier gilt das gleiche wie für „teamorientiert“: reif für den Floskel-Friedhof. Werden Sie stattdessen so genau wie möglich: Wie soll sich ein kreativer Mitarbeiter verhalten, was haben Sie vor Augen? Vielleicht das:

Wir suchen für unseren Vertrieb eine Persönlichkeit, die Spaß daran hat, auch einmal ungewöhnliche Lösungen für unsere Kunden zu entwerfen.

Zwei weitere immer wieder auftauchende, austauschbare Worthülsen:

Sie bringen die Fähigkeit zu vorausschauendem und eigenverantwortlichem Arbeiten mit.

Vorausschauendes und eigenverantwortliches Arbeiten gilt für Jobs in der Spülküche bis in die Management-Etage. Schreiben Sie deshalb exakter, z. B. so:

Sie bringen die Fähigkeit mit, zu erkennen, was (in den Abteilungen XY) getan werden muss und setzen es eigenständig um.

2. Ihre Stellenanzeige: „Ausgeprägte Kommunikations-... sonstwas“

Der Alltag besteht daraus, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Ja, das unterscheidet den Normalo vom einsamen Waldschrat. Dennoch liest man in fast jeder Anzeige so etwas:

Sie verfügen über gute Kommunikationsfähigkeit.

Sie besitzen ausgeprägte Kommunikationsstärke.

Erwartet der Autor vom Bewerber, dass er einen Dreiwort-Satz bilden kann? Dass er die Telefon-Anlage bedienen kann? Dass er einen Drei-Stunden-Vortrag halten kann?

Sie sehen, was ich meine. Seien Sie also so konkret wie möglich! Fragen Sie sich: Was genau meine ich mit Kommunikationsfähigkeit, welche Situation habe ich vor Augen? Und genau DAS sollten Sie dem Leser und Bewerber mitteilen. Dann sieht es beispielsweise so aus:

Sie verfügen über die Fähigkeit, auch in Ausnahme-Situationen dem Kunden freundlich zu begegnen und seine Wünsche an erste Stelle zu setzen … 

3. Ihre Stellenanzeige: „Flexibilität“ 

Sie sind flexibel. /Sie verfügen über hohe Flexibilität.

Flexibilität? Die hat auch ein Gummibärchen. Hier würde ja schon ein Adjektiv wie „zeitlich“ dem Leser des Anforderungsprofils helfen, zu wissen, worum es überhaupt geht. Vielleicht darum:

Sie sind zeitlich so flexibel, dass Sie dem Kunden auch eine Beratung nach Dienstschluss anbieten können.

Sie sind bei Problemlösungen so flexibel, dass Sie auch über den Tellerrand Ihres Fachgebietes blicken.

4. Ihre Stellenanzeige: Achtung, Zungenbrecher! 

Vermeiden Sie auch Wörter und Formulierungen mit Zungenbrecher-Qualität im Anforderungsprofil. Denn ein Gespräch mit einem Bewerber, dessen Zunge verknotet ist, gestaltet sich schwierig. 😉

Kurz: Komplizierte Wörter schrecken den Bewerber eher ab. Als Hilfe beim Texten fragen Sie sich: Würde ich diese Formulierung so auch im Gespräch benutzen? 

Diese wohl eher nicht: Wir erwarten vor allem strategisch-konzeptionelles Denkvermögen. 

Eher diese: Wir erwarten vor allem, dass Sie bei Ihren Aufgaben durchdacht und vorausschauend vorgehen.

Fazit:

Sorgen Sie am besten dafür, dass der Leser Ihrer Stellenanzeige nicht raten muss! Formulieren Sie Ihr Anforderungsprofil exakt, konkret, anschaulich. Nur so kann sich der potentielle Bewerber ein realistisches Bild von der Stelle machen. Und Sie erhalten Bewerber, die ziemlich genau Ihren Vorstellungen entsprechen und sich in Ihr Team passgenau einfügen. 🙂

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Über die Autorin Dr. Gabriele Frings

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