Sprachbilder lassen Ihren Text pulsieren!

sprachbilder

Wenn Sie auch manchmal das Gefühl haben, Ihrem Text fehlt es irgendwie an Pep, er liest sich fade und trocken – dann fehlt ihm ein überaus wichtiges Gewürz: Sprachbilder! Sprachbilder haben einen hohen Wiedererkennungswert für den Leser und aktivieren Bilder in seinem Kopf – das beste Mittel gegen die Einnickeritis beim Lesen. 

Gerade in Marketing-Texten hat ein frisches Sprachbild eine verblüffende Wirkung: Es steigert unweigerlich die Aufmerksamkeit des Lesers und Kunden und motiviert ihn zum Weiterlesen.

In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, was Sprachbilder können und wie Sie sie erfolgreich in Ihren Business-Texten anwenden. 

1. Wie funktionieren Sprachbilder?

Sprachbilder können vor allem noch etwas Wichtiges: Sie liefern dem Leser Erinnerungsanker. Heißt: Sprachbil­der werden deutlich besser im Gedächtnis gespeichert als abstrakte oder schwache Begriffe. So erinnert sich der Leser und Kunde noch lange nach der Lektüre an Ihre Botschaft. Ein Beispiel:

Unsere neu entworfenen Strategien passen perfekt zusammen.

„Passen perfekt zusammen” ist recht abstrakt. Was hat der Leser sich darunter vorzustellen?

Unsere neu entworfenen Strategien greifen so perfekt ineinander wie die Zähnchen in ei­nem Reißverschluss.

Mit diesem Vergleich ist der Leser buchstäblich im Bilde. 

Ein weiteres Beispiel:

Die Forderung des Abteilungsleiters kam sehr laut daher.

Ja, hm, okay. Aber ein Bild wird hier im Kopf des Lesers nicht aktiviert. Wenn Sie sich als Schreiber aber fragen, wie denn solch eine Person wirkt, könnten Sie dieses schöne, sprachbildliche Adjektiv finden: 

Die Forderung des Abteilungsleiters kam sehr laut und breitbeinig daher.

2. Frische Sprachbilder sollten es sein!

Ein häufig verwende­tes Sprachbild nutzt Ihnen und Ihrem Text leider gar nichts, denn darüber liest jeder hinweg. Abgenutzte Metaphern gibt es wie Sand am Meer und die nerven den Leser noch mehr als Formulierungen ohne Sprachbild. Dagegen lassen neue und frische Bilder Ih­ren Text pulsieren und sind echte Leser-Aufwecker. Wichtig dafür: Die Sinne des Lesers sollten gekitzelt werden.

Nehmen wir ein Beispiel. Sie schreiben einen Artikel zum Thema Unternehmens­kommunikation und sitzen vor dem Satz:

Stellen Sie sich vor, der Vorgesetzte benutzt Ihnen gegenüber einen scharfen Ton.

„Scharfer Ton“ ist zwar eine Metapher, aber konventionell. Jeder liest darüber hinweg. Sie wollen ausdrücken, dass der Ton sehr unangenehm ist. Jetzt fragen Sie sich: Welche Ei­genschaften hat so ein Ton? Scharf, schrill, kratzig … Wie kann ich das auf die sinnliche Ebene übertragen, so dass der Leser etwas fühlt? Zum Beispiel so:

Stellen Sie sich vor, der Ton des Vorgesetzten Ihnen gegenüber ist eine Stahl­bürste, die in Ihrem Gehörgang herumkratzt.

Dieses Bild wird der Leser so schnell nicht vergessen, das garantiere ich Ihnen!

Ein weiteres Beispiel:

Viele Projektpläne verlaufen im Alltagsgeschäft im Sande.

Hier haben wir eine alltägliche Redewendung, über die der Leser hinwegliest wie der Wind über den Dünensand bläst. Wir überlegen: Funktioniert dieses Bild nicht auch mit Wasser? Etwas verschwindet im Wasser, in einer großen Menge Wasser – voilà:

Viele Projektpläne gehen im Alltagsgeschäft unter wie der Flusskiesel im Ozean.

Vergleichen Sie die beiden Sätze und überlegen Sie kurz: Welcher Satz würde Sie als Leser bei einer Textlektüre kurz aufhorchen lassen?  

Aha.

3. Stehen Sie zu Ihrem Sprachbild!

Schreiben Sie nicht: 

Unsere neue Stra­tegie entspricht einem „Zugpferd“, das die Umsätze aus dem Tief zieht.

Warum dieses schöne Sprachbild durch die Anführungszeichen relativieren? Schreiben Sie:

Un­sere neue Strategie ist unser Zugpferd, das die Umsätze aus dem Tief zieht.

Mit ent­schuldigenden Anführungszeichen oder dem Hinweis durch das Verb „entsprechen“ signalisieren Sie: „Achtung, jetzt kommt ein Bild, das natürlich nicht wörtlich zu ver­stehen ist“. So verwi­schen Sie nur Ihr Wortgemälde und nehmen ihm die Strahlkraft. Wenn Sie echte Zweifel haben, dann lassen Sie es besser weg. 

Fazit:

Trauen Sie sich, in Ihren Business-Texten Sprachbilder anzuwenden! So haben Sie eine echte Chance, dass ein Bild im Kopf des Lesers und Kunden entsteht. Allein das motiviert ihn zum Weiterlesen. Und verankert Ihre Botschaft in seinem Gedächtnis. Tauchen Sie also ein ins Meer der sprachlichen Möglichkeiten und lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf! Einige Anregungen haben Sie ja jetzt bekommen. 🙂 

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Über die Autorin Dr. Gabriele Frings

Als Schreibcoachin, Trainerin, Textberaterin, Dozentin helfe ich Ihnen, einen 100%ig ansprechenden Schreibstil zu entwickeln und in Beruf und Business erfolgreich zu sein.

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